Kulturagentinnen und Kulturagenten Schweiz

Das SSZ Remisberg infiltriertet die Grenzausstellung «Hüben und Drüben» des Museum Rosenegg mit eigens gestalteten Kunstobjekten, die für drei Monate die historischen Ausstellungsstücke ergänzen oder in einen anderen Zusammenhang stellen. Ziel des Projekts war es bewusst zwei unterschiedliche Systeme miteinander in Berührung zu bringen, die beide einen Bildungsauftrag erfüllen, um eine Reflexion über Bildungsräume anzustossen. 

Für viele Jugendliche hat die historischen Ausstellung wenig mit ihrer Lebenswelt zu tun. Das wollte das über 10 Wochen angelegte Projekt ändern und bewusst Beziehungen zwischen den beiden Welten suchen und erproben. Es ging darum gemeinsam mit den Schüler.innen der Natur von Grenzen nachzuspüren, die Wahrnehmung für ihre Beschaffenheit zu sensibilisieren, den Blick nach Innen und Aussen zu wagen sowie im Anschluss mit dieser verrückten Wahrnehmung in ein gemeinsames Nachdenken über den Sinn und Unsinn von Grenzen zu kommen.
Angeleitet von der Künstlerin Isabelle Krieg und in Zusammenarbeit mit ihrer Lehrperson Maria Fehr haben sich die Schüler.innen der G1b auf eine neue und unbekannte Reise begeben. 

Mit Übungen im Wald, einem Spaziergang der Grenze entlang, Spielen auf dem Grenzstreifen, Beobachtungen von sozialen Verhaltens in der Gruppe, Brainstorming auf Zetteln oder über mitgebrachte Gegenstände haben sich die Schüler.innen den Nuancen des Themas angenähert. Im gemeinsamen Arbeitsprozess ging es darum einen Weg zu finden den Schüler.innen zu versichern, dass sie die Expert.innen für sich selbst sind und eine Sensibilität dafür zu schaffen, dass über Kunst eigene Gefühle zum Ausdruck gelangen können. Ausgehend von ihrer eigenen Praxis, hat Isabelle Krieg die Schüler.innen ermutigt, ihre Grenzerfahrungs-Themen zu vertiefen und sich das dazu passende Medium und Material zu suchen, um es künstlerisch darzustellen. Die Frage «Was soll Kunst?» hat sich immer wieder in die Auseinandersetzung gedrängt. Gemeinsam wurde diskutiert wie und ob Kunst als Fortsetzung politischer Ereignisse und Konflikte und als Vehikel einer politischen Diskussion zu verstehen ist. Und ob und wie Irritation oder Provokation einen gedanklichen Perspektivenwechsel erzeugt.

Im Kontext der historischen Ausstellung wurden zwischen den Objekten ganz unterschiedlich Bezüge, aber auch neuen Grenzen geschaffen. Hintergründe zu ihren Arbeiten sind über die App Actionbound zu finden.

Pour obtenir plus d’information à ce sujet, veuillez lire l’article de blog Hüben und Drüben I