Kulturagentinnen und Kulturagenten Schweiz

Schule ist architektonisch vorgegebener und gemeinsam gestalteter Raum. Was passiert, wenn dieser Raum untersucht wird? Bericht aus dem Institut für Raumforschung, Teil 2

Schule ist ein architektonisch vorgegebener und gemeinsam gestalteter Raum. Was passiert, wenn man diesen Raum untersucht? Bericht aus dem Institut für Raumforschung, Teil 2

In Räumen gibt es Dinge, die aus der Wand oder aus dem Boden kommen. Oder von der Decke hängen. So die Behauptung zu Beginn des zweiten Arbeitstages. Daraufhin widmet sich eine Gruppe Raumforscher.innen der Untersuchung und Überprüfung dieser Behauptung im Schulgebäude. Eine zweite Gruppe findet und markiert freie Flächen. Davon hat es einige, doch wie bezeichnet man eine Fläche? Und was ist das eigentlich? Die dritte Gruppe inventarisiert die Räume des Schulhauses. Turnhalle, Klassenzimmer, Klo, Spinnenraum, Skelettraum. Letzterer wird bei den nächsten Terminen fast mehr Begehrlichkeiten wecken als der Klickraum, was auch damit zu tun haben könnte, dass er nicht ganz so prominent in der Mitte des Schulgebäudes zu finden ist.

Um freie Flächen geht es auch in der zweiten Forscher.innen-Gruppe, aber diese werden ganz schnell eingegrenzt und ausgestaltet. Wie viel persönlichen Raum sich die einzelnen Forscher.innen dabei nehmen, ist ihnen überlassen, ebenso die Einrichtung des (physischen) Raumes. Gegeben ist lediglich, dass er ein für seine.n Besitzer.in unverzichtbares Element enthält, einen Schatz. Für die einen sind das Goldbarren, für die anderen ein Schlüssel, mit dem der Raum privat bleibt und man selber darüber entscheiden kann, ob man die Türe öffnet oder nicht. Überhaupt, Türen. Sie waren gar nicht vorgesehen, doch immer nur im eigenen Raum zu sitzen haben die Forscher.innen im Frühjahr genug erlebt, darum brauchen diese Räume Türen und Durchgänge zu den anderen. Und wenn man dabei auf eine weitere frei-eingegrenzte Fläche trifft, wird diese zum Gemeinschaftsraum umgestaltet. Zeichnet sich da eine Tendenz ab?

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