Kulturagentinnen und Kulturagenten Schweiz

Jede Organisation formuliert ihre eigenen Werte aus. Diese sind wichtiger Teil des Selbstverständnisses einer Organisation und zeigen sich im Alltag in Form der gelebten sozialen, ästhetischen, ökonomischen, ökologischen usw. Praxis.

Auf welche Weise gleiche ich mich mit bestehenden Werten ab, nähere ich mich ihnen an? Wie kann ich sie für mich ausgestalten und in meinen Alltag integrieren? Und auf welche Weise können diese Werte kommuniziert werden, so dass sie eine Präsenz und somit Wirkung erreichen und nicht auf der Ebene Leitbild in Vergessenheit geraten? Eine Klasse der Sekundarschule Neftenbach setzte sich mit genau diesen Fragestellungen auseinander, unterstützt durch Sebastian Cremers, einem Spezialisten im Bereich der Vermittlung visueller Kommunikation. Innerhalb dreier Blöcke wurden die bereits bestehenden Werte der Sekundarschule Neftenbach analysiert, geschärft und visuell umgesetzt. Das Kennenlernen von Entwurfstechniken, Entscheidungsfindungsmethoden und einer Sprache, mit der über visuelle Eindrücke gesprochen werden kann, gehörten genauso zu diesem Prozess, wie die Anwendung von digitalen Bild- und Textverarbeitungsprogrammen und analogen Gestaltungstechniken. Zentrale Absicht dieser Anlage war es, über die unterschiedlichen Beschäftigungsmodis – diskursiv, ästhetisch, technisch usw., einen Zugang zu einem abstrakten Inhalt anzubieten, der unmittelbarer funktioniert.

Die folgenden vier Sätze versuchen die Schulkultur der Sekundarschule Neftenbach zu leiten und die Aufgabe für die Klasse bestand nun darin, ableitend, kreisend, übersetzend sich mit diesen Leitsätzen visuell zu arrangieren:

Ich bin für die Schule bereit

Ich gestalte den Unterricht aktiv und sinnvoll mit

Ich pflege eine wertschätzende Kommunikation

Ich respektiere den Lebensraum Schule

Die entstandenen Plakate werden in einem nächsten Schritt drucktechnisch umgesetzt und im Schulhaus platziert.