Kulturagentinnen und Kulturagenten Schweiz

Zum Pionierprojekt «Ateliers», welches im Schuljahr 2021/22 durchgeführt wurde, gehörte auch eine Zwischenreflexion der Lehrpersonen, welche ein Atelier leiteten und die Kinder in stufenübergreifenden Gruppen zum künstlerischen Tun inspirierten. Bewusst war der Zeitpunkt nach dem ersten Schulhalbjahr und nicht zu Beginn des Projekts gesetzt. Ziel war es, den individuellen Methodenkoffer um theoretisches und praktisches Wissen zu partizipativen Ansätzen in der künstlerischen Arbeit zu erweitern und die bisher gemachten Erfahrungen einzuordnen. 

Mit Pamela Dürr und Helen Prates de Matos konnten zwei Künstler.innen gewonnen werden, welche über einen reichen Erfahrungsschatz im Anleiten von kreativen Prozessen mit Profis und Laien verfügen. Helen Prates de Matos hatte selbst im Schuljahr 20/21 die Wahlfachgruppe Fotografie an der HPS Flawil geleitet. Der spannende Erfahrungsaustausch geschah anhand von Beispielen, welche die Lehrpersonen als besonders geglückt oder missglückt empfunden hatten. Letzteres war zum Beispiel der Fall, wenn Vorschläge der Lehrpersonen ins Leere gelaufen waren oder von Kindern anders verstandene Spielregeln zu unerwarteten Outputs geführt hatten. 

Die Künstler.innen regten dazu an, die eigenen Erwartungen immer wieder anzuschauen und zu überprüfen, wie ergebnisoffen man selbst den Prozess anleitet. Es kann reizvoll sein, sich erneut Spielregeln zu setzen, wie man auf scheinbar Missglücktes künstlerisch reagieren kann. Mit Ideen für die zweite Atelier-Phase und Lust darauf, sich im Team weiter auszutauschen, vielleicht sogar das gewonnene Know-how in einem gemeinsamen Methodenkoffer zusammenzutragen, gingen die Lehrpersonen zurück in die Praxis.

Weitere Einblicke hierzu sind im Blog zu finden: Blau am Freitagnachmittag