Haus-Wahrnehmungs-Plakat
Mauren, Stiftung Schuel Muure
Der Schulhausarchitektur auf der Spur
Schule: Mauren, Stiftung Schuel Muure
Kulturagent.in: Niklaus Reichle
Zeitraum: 23.03.–27.03.2026
Adressat.innen: gesamte Schule
Klassenstufe: Basisstufe
Anzahl Teilnehmende: 20
Partner.innen: Büro für Baukultur
Architektur umgibt uns ständig – auch der Schulalltag findet in einer gebauten Umwelt statt. Dennoch wird sie oft kaum bewusst wahrgenommen. Im Rahmen eines Kulturagentinnen-Projekts an der Schule Mauren setzten sich die Schüler *innen mit vielfältigen gestalterischen Mitteln mit Architektur auseinander. Begleitet wurden sie von Ueli Vogt vom Büro für Baukultur und dem Kulturagenten Niklaus Reichle.
In einem Schulhaus, das bald abgerissen wird, erkundeten die Schüler *innen die Umgebung neu. Inspiriert von der Geschichte zweier Mäuschen, die im Keller des Schulhaus leben und nachts auf Entdeckungstour gehen, streiften sie durch das Gebäude. Mit verschiedenen Techniken hielten sie architektonische Elemente fest: Sie untersuchten Oberflächen, zeichneten Details, fotografierten Szenen und fertigen Stempel von Objekten an. Dabei wurden Oberflächen befühlt, Räume neu betrachtet und unterschiedliche Wahrnehmungen bewusst gemacht.
Die Ergebnisse der Erkundung wurden zunächst auf einem grossen Tisch gesammelt und in auf einem ‘Haus-Wahrnehmungs-Plakat’ zusammengeführt. In dieser künstlerischen Collage verdichtet sich die Architektur auf abstrakte Weise. Obwohl das Gebäude bald verschwindet, bleibt es durch die kreative Arbeit in der Erinnerung der Schulgemeinschaft präsent.
Angeregt durch das Sammeln von Eindrücken begannen einige Schüler *innen zudem, selbst mit Karton eigene Architekturen zu entwerfen. Im Fokus des Projekts stand die kollektive Auseinandersetzung mit den Schulgebäuden sowie das gemeinsame kreativ Arbeiten. Das Projekt sensibilisiert die Schüler *innen für Architektur und die haptischen Qualitäten des Schulraums. Es fördert Wahrnehmung, Kreativität und gemeinschaftliches Arbeiten. Gleichzeitig schafft es einen niederschwelligen Zugang zur bewussten Auseinandersetzung mit dem bald kommenden Neubau.