Kulturagentinnen und Kulturagenten Schweiz

Die Kulturtage zum Thema «Fabelwesen – Mythen & Legenden» hatten zum Ziel eine multimediale Ausstellung für die Schule, die Eltern und die Gemeinde gemeinsam zu gestalten. Ursprünglich wollte die Schule einen grossen Drachen, der sogenannte «Wahldrache» aus Holz im Schulhof bauen, wo alle Schülerinnen und Schüler einen Beitrag dazu leisten würden. Nachdem dieses Vorhaben leider nicht möglich war, wurden in halb- bis ganztägigen Workshops mit verschiedenen Künstler.innen Bilder, Skulpturen, Kurzfilme, Hörspiele, Geräusche und Songs kreiert, welche sich in der Ausstellung «Die Fabelwesen sind los!» vereinen sollten. Zwar war die Ausstellung schlussendlich nicht öffentlich, aber das Schulhaus verwandelte sich nichtsdestotrotz über zwei Monate in eine skurrile Fabelwelt und das selbstgeschriebene Lied «Schimmel im Himmel» wurde zum unausweichlichen Ohrenwurm. Die Auseinandersetzung mit dem Fabelwesen-Thema hat es erlaubt, der Fantasie keine Grenzen zu setzen. Vom Kindergarten bis zu den Lehrpersonen wurden Wesen gesponnen, gemalt, gefilmt, verdreht, verschönert, vernachlässigt, in den Vordergrund oder in den Keller gestellt. Die Fabelwesen waren plötzlich überall. Das Thema ermöglichte das Erproben von didaktischen Spielräumen, vernetzte sich von allein mit musikalischen, geschichtlichen oder sprachlichen Fächern; die Klassenzimmer, die Gänge, das Treppenhaus und die Gruppenräume wurden umgenutzt und als Ausstellungsräume gebraucht. Auch die räumlich voneinander getrennten Gebäude des Kindergartens und der Primarschule wurden beide zum Austragungsort der grossen «Wahlackerfabelwelt» und so miteinander verbunden. Diese Kulturtage haben viele neue Projekte zum Thema Fabelwesen ausgelöst, die fächerübergreifen in den Unterricht integriert wurden. Die Schüler.innen der beiden Klassen, die den Kartondrachen kreiert haben, die sonst nicht miteinander in Kontakt sind, kamen über einen neuen Weg in Kontakt. Somit hat dieses ganzschulische Projekt zwar das Ziel verfolgt, dass alle einen Beitrag zur Ausstellung leisten konnten, aber die Auseinandersetzung mit dem Künstler oder der Künstlerin war leider nur sehr kurz und nicht über die verschiedenen Klassen spürbar. Deshalb wünscht sich das Kollegium für die zukünftigen Kulturprojekte einen längeren Prozess und einer konstanteren Zusammenarbeit mit einem Kulturschaffenden, um selbstorganisiert und prozessorientiert mit den Schüler.innen arbeiten zu können.

Einen Einblick in die Kulturtage, die sich über zwei Monate verteilten, sind im Video ersichtlich.

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